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Sicherheitswegweiser

Sicherheit für Haus & Wohnung

KfW-Förderung zum Einbruchschutz

Lassen Sie sich die Sicherheit Ihres Zuhauses vom Staat bezuschussen

Die KfW fördert Maßnahmen, die den Einbruchschutz Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung erhöhen, mit einem Zuschuss von bis zu 1.600,- Euro. Die Förderung umfasst den Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen sowie mechanischer Einbruchsicherungen und richtet sich sowohl an Eigentümer als auch an Mieter von Wohnraum. Die Protego 24 Sicherheitslösungen erfüllen alle Anforderungen des KfW-Förderprogramms.

Erhalten Sie ausführliche Informationen zur KfW-Förderung:


Wer sein Zuhause sicherer machen möchte und entsprechende Maßnahmen zum Einbruchschutz vornimmt, kann sich dabei staatlich unterstützen lassen. Die "Kreditanstalt für Wiederaufbau", kurz KfW, bezuschusst sowohl mechanische Nachrüstungen, wie einbruchshemmende Haustüren und Fenster, wie auch den Einbau von Einbruchmeldeanlagen, Videosystemen und intelligenten Türschlössern.

Die KfW bündelt diese Bemühungen unter dem Punkt "Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss – Einbruchschutz" (Förderprodukt 455-E). Förderfähig sind alle Privatpersonen, die als Eigentümer oder Mieter Maßnahmen zur Einbruchssicherung an Ihrem Wohnhaus oder Ihrer Wohnung durchführen.

  • Die KfW bezuschusst Maßnahmen zum Einbruchschutz mit bis zu 1.600 Euro pro Wohneinheit.
  • Für die ersten 1.000 Euro an Investitionskosten werden 20 Prozent erstattet.
  • Für darüber hinausgehende Ausgaben werden weitere 10 Prozent erstattet.

 

Beispielrechnungen

Bei förderfähigen Ausgaben von 1.200 Euro werden Ihnen durch das KfW-Programm 220 Euro erstattet:

20 Prozent von 1.000 Euro = 200 Euro

10 Prozent von 200 Euro = 20 Euro

Gesamtzuschuss: 220 Euro


Bei förderfähigen Investitionskosten von 15.000 Euro erhalten Sie den maximalen Zuschuss pro Wohneinheit in Höhe von 1.600 Euro:

20 Prozent von 1.000 Euro = 200 Euro

10 Prozent von 14.000 Euro = 1.400 Euro

Gesamtzuschuss: 1.600 Euro

Alternativ zum Investitionszuschuss bietet die KfW eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung Ihrer Bemühungen für mehr Sicherheit und Komfort in Ihrem Zuhause:

Unter der Bezeichnung "Altersgerecht Umbauen – Kredit" (Förderprodukt 159) vergibt die KfW Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro je Wohnung. Gefördert werden Personen, die eine Wohnimmobilie einbruchssichernd und barrierereduzierend umbauen oder bereits umgebauten Wohnraum im Ersterwerb kaufen.

Weitere Informationen zum KfW-Kredit

Antragstellung muss vor Beginn der Umsetzung erfolgen

Um einen Zuschuss zu erhalten, muss der Antrag eingereicht werden, bevor die Arbeiten vor Ort beginnen. Planung und Beratung sowie der Abschluss von Verträgen können bereits im Vorfeld erfolgen.

Nur Maßnahmen an bereits bestehenden Wohngebäuden sind förderungsfähig

Der Investitionszuschuss wird nur für bereits bestehende Wohngebäude gewährt. Ferien- und Wochenendhäuser, Pflege- und Altenheime sowie gewerblich genutzte Flächen können nicht berücksichtigt werden.

Höhe der förderfähigen Investitionskosten

Die KfW bezuschusst Investitionskosten für Maßnahmen zum Einbruchschutz von mindestens 500 Euro bis maximal 15.000 Euro pro Wohneinheit.

Förderungsfähige Personen

Das Förderprogramm richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Zuschüsse können für Eigentümer und Ersterwerber von Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten und von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften vergeben werden. Außerdem werden durch das Programm Mieter in Wohnungen und Einfamilienhäusern bezuschusst.

Förderfähig sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen

Zuschüsse werden sowohl für Materialkosten als auch für Dienstleistungen von Handwerkern ausgezahlt. Werden Arbeiten privat durchgeführt, können ausschließlich Materialkosten im Förderantrag aufgeführt werden.

Erfüllung technischer Mindestanforderungen

Es sind nur Einbruchmeldeanlagen förderungsfähig, die der Norm DIN EN 50131 Grad 2 oder höher entsprechen. Die Protego 24 Sicherheitskomponenten – vom Öffnungsmelder bis zum Überfalltaster – erfüllen die entsprechenden Anforderungen.

Durchführung bzw. Abnahme durch ein Fachunternehmen erforderlich

Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist die Umsetzung durch ein fachkundiges Unternehmen bzw. bei Eigenleistung die Bestätigung der fachgerechten Durchführung durch ein solches Unternehmen. Protego 24 ist ein zertifiziertes Errichterunternehmen und verfügt über jahrelange Erfahrung in der Installation von Sicherheitstechnik.

Sperrfrist für Folgeanträge

Der Investitionszuschuss kann für Maßnahmen am selben Gebäude mehrfach beantragt werden. Zwischen Folgeantrag und vorangegangener Zusage müssen mindestens 12 Monate vergangen sein.

Weiterführende Informationen zum KfW-Zuschuss für mehr Einbruchschutz erhalten Sie auf der Webseite der KfW.

Die entsprechenden Anträge können Sie direkt online über das KfW-Zuschussportal stellen.

Rauchmelderpflicht

Das müssen Mieter und Eigentümer beachten

Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 500 Menschen bei Bränden ums Leben. Die meisten Opfer sterben jedoch nicht an Verbrennungen, sondern fallen den tückischen Rauchgasen zum Opfer. Rauchmelder könnten viele dieser Todesfälle verhindern. Sie registrieren Hitze und Verbrennungsgase und lösen einen akustischen Alarm aus, der die Bewohner warnt und ihnen eine rechtzeitige Flucht ermöglicht. Mittlerweile besteht in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht für Neubauten. Doch trotz Aufklärungskampagnen sind die Lebensretter noch längst nicht in jeder Wohnung und jedem Unternehmen zu finden. Dabei dauert die Installation nur wenige Minuten. Lesen Sie, was diese Pflicht für Sie als Mieter oder Eigentümer bedeutet, in welchen Räumen Sie Rauchmelder installieren sollten und was für Konsequenzen Ihnen bei einer Missachtung drohen.


Viele Brände überraschen Menschen nachts – ein Kurzschluss und schon steht die Wohnung in Flammen. Das Tückische daran: Im Schlaf funktioniert der Geruchssinn nicht. Die Verbrennungsgase werden dadurch nicht bemerkt, können jedoch bereits nach wenigen Atemzügen eine tödliche Wirkung haben. Ein Rauch melder erkennt den Anstieg der Rauchgase (Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, etc.) frühzeitig und löst einen lauten Warnton aus, der die Bewohner weckt, sodass diese sich rechtzeitig in Sich erheit bringen können. Ist der Melder zudem auf eine Alarmempfangsstelle aufgeschaltet, kann im Ernstfall umgehend Feuerwehr und Rettungsdienst verständigt werden.

Während für Neubauten inzwischen in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht besteht, gilt diese noch nicht überall für Bestands- und Altbauten. Für die Einführung der allgemeinen Brandmelderpflicht in Altbauten hat sich jedes Bundesland eine Frist gesetzt, die in Berlin und Brandenburg zum 31.12.2020 und in Thüringen zum 31.12.2018 endet. Wohnungseigentümer in Bayern, die noch keine Rauchmelder in ihren Objekten installiert haben, sollten schleunigst handeln – hier lief die Frist zum 31.12.2017 aus. Alle übrigen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen (noch kein Fristende bekannt), haben die Regelung für Altbauten bereits der für Neubauten angepasst.

In Mietwohnungen und Wohneigentum müssen laut der gesetzlichen Vorgaben die Schlafräume und Kinderzimmer mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. Ebenso sind Fluchtwege und Durchgangszimmer mit einem Rauchbrandmelder auszurüsten. In einigen Bundesländern wie Brandenburg und Berlin gilt die Pflicht auch für alle anderen Aufenthaltsräume einer Wohnung oder eines Hauses, ausgenommen der Küche.

Nicht nur die Art, sondern auch die Größe der Räume spielt für die Anbringung von Rauchmeldern eine Rolle. In Räumen mit verwinkelten Dachschrägen oder in sehr großen Räumen (über 60 m²) reicht ein Rauchmelder nicht aus. In diesem Fall empfehlen Experten ein vernetztes Rauchmeldersystem. Eine solche Vernetzung ist auch in Gebäuden sinnvoll, in denen es viele  Wohneinheiten oder Bewohner gibt.

In wessen Verantwortungsbereich die Installation der Rauchmelder fällt, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden und in der jeweiligen Landesbauordnung geregelt. Für den Einbau bzw. die Installation der Rauchmelder ist grundsätzlich der Eigentümer oder Vermieter einer Immobilie zuständig. Er muss diese Aufgabe aber nicht persönlich erfüllen, sondern darf sie zum Beispiel an einen Hausmeister delegieren.

Um den laufenden Betrieb des Melders und die regelmäßige Wartung müssen sich in den meisten Bundesländern jedoch die Mieter kümmern. Nur in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und dem Saarland obliegt auch diese Aufgabe dem Eigentümer.

Für welche Räumlichkeiten die Brandmelderpflicht gilt, ist teilweise ebenfalls vom jeweiligen Bundesland abhängig. Grundsätzlich besteht sie für alle Räume, die bewohnt sind oder ähnlich wie eine Wohnung genutzt werden, also auch Ferienhäuser. Arztpraxen und Ladenlokale, die nur tagsüber in Benutzung sind, sind in der Regel von der Pflicht ausgenommen. Eine Sonderregelung gibt es in Baden-Württemberg. Hier gilt die Brandmelderpflicht auch in allen Räumlichkeiten, die ausdrücklich auch zum Schlafen genutzt werden. Typische Beispiele sind Hotels, Krankenhäuser oder Pflegeheime.

Sind entgegen der Vorschriften in einzelnen oder allen Räumen keine Rauchmelder installiert, kann die Gebäudeversicherung nach einem Brand ihre Leistungen kürzen oder vollständig verweigern. Einzelne Versicherer haben jedoch angekündigt, im Falle fehlender Brandmelder trotzdem für Schäden aufzukommen. Begründung: Rauchwarnmelder seien Systeme, die dazu dienen, Menschenleben zu retten und nicht Sachschäden zu vermeiden. Eine Garantie, dass die Versicherer diese verbraucherfreundliche Auffassung auch in Zukunft beibehalten, gibt es jedoch nicht. Denn entsprechende vertragliche Regelungen oder richterliche Urteile zu dieser Thematik fehlen bislang.

Außerdem findet sich in § 8 des Grundvertrags des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Pflicht zur “Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften”. Aus dieser ließe sich im Streitfall eine grobe Fahrlässigkeit des Immobilienbesitzers ableiten, wenn er seiner Pflicht zur Installation von Rauchmeldern nicht nachkommt. In diesem Fall müsste der Versicherer nachweisen, dass die Rauchwarnmelder zum Zeitpunkt eines Brandes nicht installiert oder nicht in Betrieb waren.

Achtung: Wer gegen seine Pflicht zur Installation oder Wartung von Rauchmeldern verstößt, begeht zudem eine Ordnungswidrigkeit. Je nach Bundesland werden hierfür hohe Geldbußen im fünfstelligen Bereich fällig.

Um sicherzustellen, dass die installierten Rauchmelder von guter Qualität sind und im Notfall Leben retten können, müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen: Sie müssen sowohl das CE- und das VdS-Kennzeichen sowie das TÜV-Zeichen aufweisen. Manche Modelle besitzen das Q-Qualitätssiegel, das eine besonders hohe Qualität eines Produkts kennzeichnet. Eine akustische Warnung ist nur dann wirksam, wenn sie auch zu hören ist. Deshalb muss der Signalton des Melders laut Gesetzgeber in drei Metern Entfernung mindestens 85 dB laut sein. Das entspricht etwa der Lautstärke an einer Hauptverkehrsstraße, eines Rasenmähers oder lauten Telefonläutens. Im besten Fall lässt sich der Rauchmelder auf eine Alarmempfangsstelle aufschalten, von wo aus jeder Alarm registriert und kontrolliert wird und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Bei der Installation ist zu beachten, dass die Rauchmelder in der Raummitte waagerecht an der Decke anzubringen sind. Sie sollten mindestens 50 Zentimeter Abstand zur nächsten Wand haben.

Sind Sie sich nicht sicher, welche Vorgaben in Ihrem Bundesland gelten oder welches System für Ihren Bedarf das Beste ist? Dann nutzen Sie die Möglichkeit einer Beratung durch einen unserer Fachmänner. Gern geben wir Ihnen Auskunft über die von uns angebotenen Produkte und informieren Sie über die Möglichkeit der Alarmaufschaltung durch Protego 24.

Einbruchschutz im Urlaub

So machen Sie Ihr Heim sicherer

Steht der langersehnte Urlaub an, ist die Freude groß. Bei der Heimkehr wartet dann aber die böse Überraschung: Einbrecher haben Ihre Abwesenheit ausgenutzt und wertvolle Gegenstände gestohlen. Zum materiellen Verlust kommt die Verletzung der eigenen Privatsphäre. Damit Ihnen ein derartiges Ende Ihrer Reise erspart bleibt, können Sie einige wirkungsvolle Maßnahmen zum Einbruchschutz im Urlaub treffen.


Statistisch gesehen kommt es in Deutschland alle drei Minuten zu einem Wohnungseinbruch. Im Jahr 2016 schlugen Einbrecher insgesamt 151.000 Mal zu. Die Urlaubszeit ist für viele Diebe besonders verlockend. Ist die gesamte Familie gleich mehrere Tage lang aus dem Haus, haben Einbrecher genügend Zeit, sich in aller Ruhe umzusehen und Wertgegenstände zu entwenden. Den Schaden bemerken die meisten Betroffenen erst, wenn sie wieder nach Hause kommen. Der zeitliche Abstand zwischen dem Einbruch und der Entdeckung der Tat macht es der Polizei noch schwerer, die Täter zu ermitteln. Treffen Sie daher vor dem Urlaub die nötigen Vorbereitungen, um Haus und Wohnung vor Einbrechern in der Urlaubszeit zu schützen.

Verzichten Sie auf Hinweise auf Ihre Abwesenheit

Ein überquellender Briefkasten ist ein deutliches Signal für Ihre Abwesenheit. Bitten Sie daher einen vertrauenswürdigen Nachbarn oder gute Freunde, den Postkasten regelmäßig zu leeren. Einen Urlaubshinweis für den Postboten sollten Sie keinesfalls hinterlassen. Schalten Sie für die Zeit Ihres Urlaubs zudem den Anrufbeantworter aus. Haben sich Einbrecher ein Ziel ausgewählt, machen sie häufig Kontrollanrufe, um festzustellen, ob jemand zuhause ist. Meldet sich der Anrufbeantworter und verrät vielleicht noch, dass Sie im Urlaub sind, wissen Diebe, wo sie zuschlagen können.

Erzählen Sie nur Personen, denen Sie wirklich vertrauen, von Ihren Reiseplänen. Auch in den sozialen Netzwerken sollten Sie nicht zu viel über Ihren Urlaub preisgeben. Viele Kriminelle informieren sich mittlerweile auch auf Facebook, wer gerade auf großer Reise ist. So gerne Sie Ihre Urlaubsfotos auch direkt mit Ihren Freunden teilen möchten: Warten Sie damit lieber, bis Sie wieder zu Hause sind.

Lassen Sie Ihr Zuhause bewohnt erscheinen

Zeitschaltuhren für die Beleuchtung und elektrische Jalousien lassen Ihr Heim auch während Ihrer Abwesenheit bewohnt wirken. Fernseher und Radio können Sie ebenfalls per Zeitschaltuhr programmieren. Wählen Sie eine Schaltuhr, welche sich nach dem Zufallsprinzip einschaltet. Geht das Licht nämlich jeden Abend um exakt dieselbe Uhrzeit an und aus, kann dies für Einbrecher ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass Sie gerade nicht zu Hause sind.

Sichern Sie Türen und Fenster

Kontrollieren Sie vor Ihrer Abreise, ob alle Türen und Fenster verriegelt sind. Schon ein gekipptes Kellerfenster genügt einem Einbrecher als Einstieg ins Haus. Die Polizei rät zu Fenstern mit abschließbaren Griffen, die Einbrecher nicht einfach aufhebeln können. Damit sich Fenster und Glastüren nicht zu leicht einschlagen lassen, sollte das Glas mindestens der Widerstandsklasse RC-2 entsprechen. Mechanische Sicherungen können Kriminelle jedoch nicht abhalten, sie können Einbruchsversuche nur verzögern.

Professionelle Einbruchmeldesysteme schützen vor Einbrechern während der Urlaubszeit

Der effektivste Weg, Ihr Heim vor ungebetenen Gästen zu schützen, ist die Installation einer professionellen Einbruchmeldeanlage. Eine von außen gut sichtbare Alarmanlage schreckt viele Gelegenheitseinbrecher bereits ab. Einbruchmeldesysteme und Videoüberwachungsanlagen lassen sich zudem auf eine Notrufleitstelle aufschalten, welche Ihr Zuhause während Ihrer Abwesenheit rund um die Uhr im Blick behält. Im Falle eines Einbruchs sind die Mitarbeiter der Leitstelle in der Lage, die Täter über Lautsprecher anzusprechen und so in die Flucht zu schlagen. Selbstverständlich kann durch die Überwachung aus der Ferne auch umgehend die Polizei verständigt werden.

Lagern Sie Wertgegenstände sicher

Begrenzen Sie von vorne herein den Schaden, indem Sie Wertgegenstände sicher in einem Safe unterbringen. Verstauen Sie hier nicht nur materielle Werte, sondern auch unersetzlichen persönlichen Besitz, zum Beispiel Erbstücke oder besondere Geschenke. Fotografieren Sie alle wertvollen Gegenstände und deponieren Sie die Fotos sowie Quittungen und andere Kaufbelege außer Haus, etwa bei Freunden, Verwandten oder in einem Bankschließfach. Kommt es doch zu einem Einbruch, dienen Fotos und Quittungen als Beleg für die Hausratversicherung.

Bereits einige wenige Vorkehrungen erhöhen die Sicherheit Ihres Zuhauses während Ihres Urlaubs. Verbessern Sie den Einbruchschutz zusätzlich durch einbruchshemmende Maßnahmen wie abschließbare Fenster und Türen. Optimale Absicherung erzielen Sie durch die Installation einer Einbruchmeldeanlage in Kombination mit der Fernüberwachung über eine Notrufleitstelle. So fahren Sie sorgenfrei in den Urlaub!

Einbrüche in der dunklen Jahreszeit

So schützen Sie sich

Die dunkle Jahreszeit gilt als Hochsaison für Einbrecher. Ab Oktober stellt die Polizei Jahr für Jahr eine steigende Anzahl an Wohnungseinbrüchen fest. Das hat einen ganz einfachen Grund: Einbrecher operieren am liebsten im Schutz der Dunkelheit. Nicht beleuchtete Häuser lassen auf die Abwesenheit der Bewohner schließen. Im Dunkeln wird das kriminelle Handwerk zudem weniger schnell bemerkt. Es gibt jedoch wirkungsvolle Maßnahmen, um Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu schützen. Stabil verriegelte Fenster und Türen sowie professionelle Einbruchmeldesysteme gehören dazu.


Im Jahr 2017 meldete die polizeiliche Kriminalstatistik zum ersten Mal seit zehn Jahren einen Rückgang der Wohnungseinbrüche. Rund 151.000 Fälle registrierte die Polizei im Jahr 2016, knapp zehn Prozent weniger als 2015. Diese erfreuliche Nachricht bedeutet aber leider nicht, dass sich Hausbesitzer und Mieter beruhigt zurücklehnen können. Gerade in der dunklen Jahreszeit versuchen Langfinger nämlich weiterhin ihr Glück. Fast die Hälfte aller Wohnungseinbrüche findet von Oktober bis Januar statt. Das meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Am häufigsten dringen Einbrecher demnach zwischen 10 und 18 Uhr in Wohnungen und Häuser ein. Ihre bevorzugten Ziele sind Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen.

Warum fallen so viele Einbrüche in die dunkle Jahreszeit? Die Antwort ist recht einfach: Zwischen Oktober und Januar wird es bereits ab 16 Uhr dunkel. Die Dunkelheit erleichtert den Einbrechern ihre kriminelle Tätigkeit. So fällt es ihnen im Dunkeln leichter, ihre Ziele auszuspionieren. Brennt in Häusern und Wohnungen kein Licht und läuft auch kein Fernseher, ist sehr wahrscheinlich niemand zu Hause. Im Dunkeln bemerken Nachbarn und Passanten zudem weniger schnell, wenn sich Einbrecher an Fenstern und Türen zu schaffen machen.

Hausbesitzer und Mieter sind Einbrechern aber nicht wehrlos ausgeliefert. Mit der richtigen Sicherheitstechnik und einbruchhemmenden Fenstern und Türen können Sie sich vor den Langfingern schützen.

Die Erfahrung der Polizei zeigt: Braucht ein Einbrecher länger als ein paar Sekunden, um Fenster und Türen aufzustemmen, gibt er sein Vorhaben meist auf. Schließen Sie während Ihrer Abwesenheit daher alle Fenster und Türen. Selbst ein gekipptes Fenster reicht einem Einbrecher schon aus, um in Ihre Wohnung einzudringen. Eingangstüren sollten Sie mit einem zusätzlichen Querriegel sichern und grundsätzlich abschließen. Lassen Sie keine Schlüssel unter der Fußmatte oder in Blumenkästen neben der Haustür liegen. Deponieren Sie Ersatzschlüssel lieber bei vertrauenswürdigen Nachbarn oder Freunden.

Fenster und Terrassentüren sind die Schwachpunkte vieler Häuser und Wohnungen. Sie lassen sich oft sehr leicht aufhebeln. Die Polizei empfiehlt aus diesem Grund, Fenster und Glastüren mit abschließbaren Griffen zu installieren. Wie lange Fenster und Glastüren den Bemühungen eines Einbrechers widerstehen, zeigt die Sicherheitsklasse an. Für wirkungsvollen Einbruchschutz sollten Sie mindestens die Sicherheitsklasse RC 2 wählen. Das Glas ist bruchfester, die Rahmen lassen sich weniger leicht aufstemmen. Ein Fenster der Klasse RC 2 hält Einbrecher etwa drei bis 15 Minuten lang auf. So lange versuchen es die meisten erst gar nicht. Ein Fenster der Sicherheitsklasse RC 3 hält selbst einer mechanischen Bohrwinde stand und lässt sich erst nach fünf bis 20 Minuten aufbrechen.

Gut gesicherte Fenster und Türen kosten den Eindringlingen wertvolle Minuten, einen Einbruch verhindern können sie jedoch selten. Für mehr Absicherung sorgen Sie mit der Installation eines professionellen Einbruchmeldesystems. Eine Alarmanlage besteht heute nicht mehr aus einer laut gellenden Sirene und hektischen Lichtsignalen. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Sicherheitssystem aus Bewegungsmeldern und Videoüberwachung. Die Einbruchmeldeanlage kann zudem mit einer Alarmempfangsstelle verbunden werden, welche im Alarmfall die Geschehnisse in Ihrem Heim im Blick hat und ein schnelles Eingreifen ermöglicht. So können Täter per direkter Ansprache über Lautsprecher vertrieben werden, noch bevor Sie größeren Schaden anrichten. Die Tätererfassung wird durch die umgehende Verständigung der Polizei erleichtert. Auch nachträglich lässt sich über die Videoaufnahmen der Tathergang lückenlos nachvollziehen. Zusätzlich können Ihnen moderne Alarmanlagen im Ernstfall eine Warnung auf Ihr Smartphone senden und Sie so vor einer direkten Konfrontation mit dem Einbrecher bewahren.

Wie sollten Sie aber reagieren, falls trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ein Einbrecher bei Ihnen eindringt, während Sie zu Hause sind? Die Polizei warnt davor, sich den Eindringlingen selbst in den Weg zu stellen. Zu groß sei die Gefahr, dabei verletzt zu werden. Besser sei es, Telefon oder Handy griffbereit am Bett liegen zu haben und direkt die 110 zu rufen.

Sicherheitstechnik

Videofernüberwachung

Optimal abgesichert durch Videoaufschaltung

Wenn es um den Schutz vor Einbruch und Vandalismus geht, vertrauen viele Eigenheimbesitzer und Geschäftsinhaber auf klassische Alarmanlagen. Doch die beste Alarmanlage nützt nichts, wenn keiner sie hört. Durch die Aufschaltung auf eine Alarmempfangsstelle hört immer jemand zu! Besser noch: Es schaut jemand zu! Denn die Videofernüberwachung kombiniert zwei entscheidende Vorteile – permanente Überwachung und bestmögliche Informationsübermittlung.


Mithilfe von Videotechnik lässt sich in Echtzeit nachvollziehen, was in einem überwachten Bereich vor sich geht. Auf diese Weise können potenzielle Einbrecher bereits vor der Tatbegehung entdeckt und aufgehalten werden. Voraussetzung ist jedoch, dass eine Person das geschützte Objekt beobachtet und die Vorgänge rechtzeitig bemerkt.

Technisch ist dies kein Problem, und so werden Videoüberwachungsanlagen heute oft mit der Möglichkeit angeboten, per Smartphone-App aus der Ferne auf die Bilder zuzugreifen und so überall und zu jederzeit über die Vorkommnisse während der eigenen Abwesenheit informiert zu sein. Allerdings wird es immer wieder Situationen geben, in denen eine Übertragung nicht möglich ist. Ein Funkloch, ein wichtiger Termin oder die Sicherheitsvorschriften im Flugzeug sind nur einige Gründe, die den Zugriff auf die Live-Bilder verhindern. Hier nützt selbst die beste Videoüberwachungsanlage nichts. Kommt es in dieser Zeit zu einem Einbruch, bemerken es die Betroffenen erst, wenn es zu spät ist.

Für einen wirksamen Einbruchschutz ist eine lückenlose Überwachung der Videoanlage unabdingbar. Dies ist aber weder in einem privaten Wohnhaus noch in einem mittelständischen Unternehmen ohne Weiteres umsetzbar. Eine direkte Aufschaltung auf die örtliche Polizeidienststelle oder Feuerwache ist leider nicht möglich. Abhilfe für dieses Problem schaffen private Sicherheitsfirmen mit eigener Notrufleitstelle.

Die Notrufleitstelle ist rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche und selbst an Feiertagen besetzt. Es gibt quasi keinen unbeobachteten Moment, in dem sich Einbrecher unbemerkt in Ihr Haus schleichen oder sich unberechtigt Zutritt in Ihr Unternehmen verschaffen könnten. Die ständige Überwachung ermöglicht im Ernstfall ein schnelleres Handeln, sodass sich größere Schäden oder Verluste meist abwenden lassen. Das gilt nicht nur für Einbrüche – auch Fälle von Vandalismus, die sich an oder in Gebäuden ereignen, die über eine Leitstelle fernüberwacht werden, lassen sich oft rechtzeitig stoppen.

Insbesondere die Alarmaufschaltung in Verbindung mit einer Bildübertragung bietet hier entscheidende Vorteile. Die Mitarbeiter in der Notrufleitstelle erfassen mit einem Blick die Ereignisse vor Ort. Sie können selbst komplexe Situationen schnell einschätzen, müssen nicht nachfragen und können direkt die nötigen Schritte zur Gefahrenabwehr in die Wege leiten. In Kombination mit weiterer Sicherheitstechnik wie Licht- oder Sprechanlagen lassen sich besondere Maßnahmen durchführen. Sobald beispielsweise in der Leitstelle ein durch den Bewegungsmelder ausgelöster Alarm ertönt, können Licht- und Sprechanlage zum Einsatz kommen, und der Täter so aktiv vertrieben werden.

Das erhöht nicht nur die Sicherheit des Objekts und seiner Bewohner bzw. Mitarbeiter, sondern auch die der Einsatzkräfte vor Ort. Die Mitarbeiter der Alarmempfangsstelle können sie gezielt auf und über das Gelände führen, vor konkreten Gefahren warnen und so zum Beispiel unberechenbare Konfrontationen mit Dritten vermeiden. Auf der anderen Seite erkennen die Mitarbeiter in der Leitstelle schnell, wenn es sich um einen falschen Alarm handelt und zum Beispiel ein größeres Tier den Bewegungsmelder ausgelöst hat. Durch den Ausschluss von Falschalarmen lassen sich unnötige Kosten vermeiden, da überflüssige Einsätze von Polizei oder Wachdienst verhindert werden.

Darüber hinaus bieten manche Notrufleitstellen zusätzliche Dienstleistungen an, die dank Videoüberwachung schnell, einfach und kostengünstig zu realisieren sind. Dazu gehört beispielsweise der regelmäßige virtuelle “Rundgang” durch das überwachte Objekt sowie die Überprüfung der Sicherheitsanlagen bei Abwesenheit der Bewohner oder nach Feierabend der Mitarbeiter.

Der Qualitätsstandard für Notrufleitstellen ist in der EU-Norm DIN EN 50518 festgelegt. Sämtliche Leitstellen der Polizei und Feuerwehr, Rettungsdienste, THW und privater Sicherheitsfirmen müssen die darin beschriebenen Richtlinien erfüllen, um das entsprechende Zertifikat zu erhalten. Diese Richtlinien betreffen 1. örtliche/bauliche, 2. technische und 3. betriebliche Anforderungen. Sie sehen unter anderem umfassende elektronische Schutzmaßnahmen (zum Beispiel Überspannungsschutz und Notstromversorgung) und mindestens zwei qualifizierte Mitarbeiter im Dienst vor, die rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Die Einhaltung der Norm wird jährlich durch eine akkreditierte Prüfstelle kontrolliert.

Ihre Sicherheit als Kunde profitiert erheblich von einer Zertifizierung nach DIN EN 50518. Sie können sich sicher sein, von der Leitstelle hohe Qualität und eine wirksame Überwachung zu erhalten. Durch die doppelte technische Absicherung und eine kontrollierte Sicherheitskette sind kürzeste Reaktionszeiten möglich. Zudem sind die Systeme ausfallsicher. Mit einer Aufschaltung auf eine nach DIN EN 50518 zertifizierte Notrufleitstelle sind Sie bestmöglich abgesichert.

Protego 24 verfügt über eine solche Leitstelle – erfahren Sie mehr über die Arbeit unserer Notrufleitstelle. Gern beraten wir Sie über die Möglichkeiten der Videoaufschaltung in einem individuellen Beratungsgespräch.

Recht

Einbruchschutz in Mietwohnungen

Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter

Alle 3 Minuten wird irgendwo in Deutschland eingebrochen – und das mit teilweise fatalen Folgen. Nicht nur der finanzielle Schaden kann dramatisch sein, auch der Verlust unersetzbarer Erinnerungsstücke und ein anhaltendes Gefühl der Unsicherheit und Angst kann die Lebensqualität von Einbruchsopfern massiv beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, einen Einbruch durch sicherheitsbewusstes Verhalten und bauliche bzw. technische Vorkehrungen zu verhindern. Das gilt sowohl für Eigentümer, die in Ihren eigenen vier Wänden wohnen, als auch für Vermieter und Mieter. Doch welche Rechte und Pflichten haben Sie als Mieter oder Vermieter? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zum Thema “Einbruchschutz in der Mietwohnung” auf einen Blick zusammengestellt.


Als Vermieter haben Sie wenige Pflichten, die Sie im Rahmen des Einbruchschutzes erfüllen müssen. Tatsächlich reicht es in der Regel aus, dass die Eingangs- und Wohnungstüren in dem von Ihnen vermieteten Gebäude abschließbar sind. Akzeptiert der Mieter den Sicherungszustand der Wohnung zum Zeitpunkt der Besichtigung und Vertragsunterzeichnung, darf er von Ihnen als Vermieter später keine Nachbesserung verlangen. Ausnahme: Sollte der Mieter erst nach dem Einzug feststellen, dass der Sicherheitszustand der Wohnung mangelhaft ist, kann er von Ihnen fordern, dass Sie den Einbruchschutz verbessern. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine besondere Gefährdung vorliegt, wie mehrere erfolgte Einbruchsversuche in die Wohnung in der Vergangenheit. Die Kosten, die Ihnen für entsprechende Maßnahmen entstehen, dürfen Sie anschließend als Wertverbesserungszuschlag auf die Mieter umlegen.

Darüber hinaus sind Sie als Vermieter zu keiner weiteren Einbruchsicherung verpflichtet. Möchte der Mieter einen anderen oder besseren Einbruchschutz, hat er selbst dafür zu sorgen – benötigt aber für bestimmte Maßnahmen Ihre Einwilligung. Dienen diese eindeutig der Einbruchsicherung, dürfen Sie Ihre Zustimmung in der Regel nicht verwehren. Sie können allerdings darauf bestehen, dass der Mieter vor seinem Auszug die eingebaute Sicherheitstechnik wieder entfernt – sofern Sie das wirklich wünschen. Die meisten Vermieter fordern jedoch keinen Rückbau, schließlich wertet eine bessere Sicherheitsausstattung die Räumlichkeiten auf. Und für viele Mieter ist der vorhandene Einbruchschutz in einer Mietwohnung durchaus ein Kriterium, das in die Mietentscheidung einfließt. Das haben viele Vermieter bereits erkannt und die Sicherheitsstandards ihrer Mietobjekte erhöht.

Wenn Ihnen als Mieter die vorhandenen Einbruchsicherungen in Ihrer Wohnung nicht ausreichen, müssen Sie in der Regel selbst Maßnahmen ergreifen, um den Einbruchschutz zu verbessern. Sobald diese Maßnahmen die Gebäudesubstanz betreffen, müssen Sie die Einwilligung Ihres Vermieters einholen. Typische Beispiele hierfür sind der Einbau von Türspionen, Querriegelschlössern oder Fenstergittern, aber auch komplexen Alarmanlagen, Bewegungsmeldern oder Videokameras.

Grundsätzlich darf Ihnen der Vermieter Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes nicht untersagen. Sie als Mieter sind jedoch dazu verpflichtet, sämtliche baulichen Veränderungen, die Sie während Ihrer Mietzeit durchgeführt haben, vor Ihrem Auszug wieder rückgängig zu machen. Das gilt auch für Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitszustandes der Wohnung oder des Hauses. Um Probleme beim Auszug zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, den Einbau von Sicherheitstechnik – gleich welcher Art – vorab mit dem Vermieter zu besprechen und sich eine schriftliche Einverständniserklärung von Ihrem Vermieter geben zu lassen. In dieser sollte auch genau geregelt sein, wer welche Pflichten im Falle eines Auszugs hat.

Die Kosten für sämtliche Maßnahmen zum Einbruchschutz übernehmen Sie als Mieter. Es sei denn, Ihr Vermieter muss nachbessern, nachdem es schon mehrere Einbruchsversuche gegeben hat. Dann muss er die Nachbesserung bezahlen – darf im Gegenzug jedoch auch die Miete entsprechend erhöhen.

Und wenn es doch zum Einbruch kommt: Wer kommt für den Schaden auf? Das kommt darauf an. Vermieter müssen dafür sorgen, dass die Mietwohnung eine verschließbare Wohnungstür und unbeschädigte Fenster bietet. Ist dies nach einem Einbruch nicht mehr der Fall, weil zum Beispiel die Tür aufgebrochen oder ein Fenster eingeschlagen wurde, muss der Vermieter diese Schäden auf seine Kosten beseitigen. Ansonsten hat der Mieter das Recht auf Mietminderung. Das gilt ebenso für alle übrigen Gebäudebestandteile, das heißt für alle Teile, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. Die Gebäudeversicherung, die Vermieter abschließen müssen, bietet die Möglichkeit, Einbruchschäden als zusätzliche Leistung in den Versicherungsvertrag aufzunehmen. Darüber hinaus haften Vermieter für Diebstahlschäden ihrer Mieter auch dann, wenn der Sicherheitsstandard der Türen unter dem üblichen Niveau liegt oder wenn der Vermieter bestehende Sicherheitsmängel nicht beseitigt hat, obwohl er von ihnen wusste.

Für Schäden innerhalb der Wohnung, zum Beispiel am Mobiliar, muss der Vermieter allerdings nicht aufkommen – es sei denn, die beschädigten oder zerstörten Gegenstände gehörten zum vermieteten Inventar. Das kann beispielsweise auf eine Einbauküche oder Einbauschränke zutreffen. Sind diese im Mietvertrag ausdrücklich als Mietobjekt erwähnt, muss der Vermieter bei Schäden infolge eines Einbruchs dafür haften. Er darf sich diese Kosten nicht von dem Mieter erstatten lassen, es sei denn der Mieter trägt eine konkrete Schuld an dem Einbruch. Diese liegt beispielsweise dann vor, wenn der Mieter bei Abwesenheit Fenster in seiner Wohnung gekippt lässt oder die Wohnungstür nicht abgeschlossen hat. Auch wenn Mieter ihrem Vermieter – entgegen ihrer Anzeigepflicht – nicht unverzüglich über bestehende Sicherheitsmängel informieren, kann er sie für Schaden bei Einbruchdiebstahl haftbar machen.

 

Handelt es sich jedoch um Eigentum des Mieters, so muss dieser für die Schäden selbst aufkommen. Je nach Ausmaß des Schadens kann das teuer werden. Deshalb sollte jeder Haushalt eine Hausratversicherung besitzen, die unter anderem die Schäden bezahlt, die durch Einbruchdiebstahl entstanden sind. Dazu zählt nicht nur der Verlust gestohlener Gegenstände, sondern auch die Verwüstung der Wohnung – selbst wenn nichts gestohlen wurde (Bundesgerichtshof (BGH), Az.: IC ZR 106/01).

Achtung: Bei grob fahrlässigem Verhalten des Mieters darf auch die Hausratversicherung die Kostenübernahme verweigern. Typische Beispiele für fahrlässiges Verhalten sind gekippte Fenster während einer Urlaubsreise (OLG Frankfurt, Az.: 7 U 64/69) oder das offensichtliche Versteck des Zweitschlüssels in der Nähe der Eingangstür (OLG Frankfurt, Az.: 3 U 208/00) oder im Briefkasten (OLG Celle, Az.: 8 U 255/97).

Wissenswertes

Die psychischen Folgen eines Einbruchs

Wie Einbruchsopfer mit dem Eingriff in ihre Privatsphäre leben

Ein mulmiges Gefühl, schlaflose Nächte oder eine handfeste Angststörung: Opfer eines Einbruchs haben oft mehr mit den psychischen Folgen zu kämpfen als mit dem entstandenen materiellen Schaden. Der Eingriff in die eigene Privatsphäre bedeutet massiven Stress für die Psyche und kann langfristig krank machen.


Im Jahr 2014 veröffentlichte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) eine Studie über Einbruchsopfer. Zu den überraschenden Erkenntnissen gehört, dass schon beim versuchten Einbruch psychische Folgen nicht ungewöhnlich sind. Für viele Betroffene maßgeblich ist die Verletzung der eigenen Privatsphäre und damit der Verlust des Sicherheitsgefühls in der gewohnten Umgebung.

Zumindest vorübergehend fühlen sich drei Viertel der Einbruchsopfer in ihrem Zuhause nicht mehr wohl. Stress, Hilflosigkeit und Machtlosigkeit zählen zu den häufig beklagten Emotionen. Mehrheitlich nehmen die Belastungen mit der Zeit wieder ab. Bei einigen Studienteilnehmern verursachte der Einbruch jedoch ein Trauma, das ihr Leben nachhaltig veränderte.

Die Studie zeigt, dass Betroffenen völlig unterschiedlich auf ein solches Ereignis reagieren. Manche haben nach dem Einbruch Angst vor Wiederholungstaten. Sie trauen sich nicht, die Wohnung unbeobachtet zu lassen. Andere Personen meiden hingegen die eigenen vier Wände, um an den Vorfall nicht erinnert zu werden. Beides wirkt sich deutlich auf den persönlichen Lebenswandel aus, weil beispielsweise auf einen Urlaub, eine Freizeitaktivität oder die Ruhephase daheim verzichtet wird. So belastet das Erlebnis nicht nur die Psyche – es mindert generell die Lebensqualität.

Nicht alle Einbrüche verursachen direkt schwerwiegende psychische Erkrankungen wie ein Posttraumatisches Belastungssyndrom oder eine anhaltende Angststörung. Ein großer Teil der Betroffenen fühlt sich aber gestresst, leidet unter Schlafstörungen oder vermisst die Entspannung im privaten Rückzugsraum. Der Ausgleich zu den beruflichen und alltäglichen Herausforderungen fehlt, was sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt. Einschränkungen bei der Leistungsfähigkeit und dem Selbstvertrauen sind ebenso möglich. All das kann in der Summe psychische und physische Beschwerden verursachen, die erst später auftreten. Der Einbruch selbst ist wegen der Zeitverzögerung in Vergessenheit geraten und wird als auslösender Faktor oft gar nicht in Erwägung gezogen.

Beachtenswert sind folgende Details der Studie: Die Psyche leidet besonders stark, wenn Fremde tatsächlich in die Wohnung gelangen. Maßgeblich ist außerdem, wie massiv die Einbrecher die Privaträume verwüsten. Überschaubar bleiben die emotionalen Auswirkungen, wenn der Versuch zum Scheitern verurteilt war. Einzelne Betroffene berichten von quälenden Selbstvorwürfen, weil sie keine Vorkehrungen trafen. Nahezu alle Befragten sehnen sich danach, dass die Täter geschnappt und bestraft werden.

Mechanische Maßnahmen an Türen und Fenstern sind ein geeigneter Grundstein für Ihre Sicherheit. Fachkundig konzipierte Alarmanlagen veranlassen Kriminelle meist zur Flucht, bevor sie an der Haustür eintreffen. Eine offenkundige Sicherheitsüberwachung kann dafür sorgen, dass Einbrecher ihr Glück nicht einmal versuchen. Kommt es dennoch dazu, erhöhen sich die Chancen der Überführung. Denn durch den Alarm sind Sicherheitskräfte zügiger vor Ort, während die Bildaufzeichnung die Beweislage verbessert. So minimieren Sie effektiv das Risiko für einen Einbruch und psychische Folgen, die damit verbunden sind.

Leiden Sie selbst an den Folgen eines Einbruchs oder sorgen sich um Betroffene in Ihrem Umfeld? Beim WEISSEN RING erhalten Sie Unterstützung bei der Bewältigung Ihrer Situation. Lassen Sie sich in einer der zahlreichen Außenstellen im gesamten Bundesgebiet, über das kostenfreie Opfer-Telefon oder die Onlineberatung des oder die Onlineberatung des oder die Onlineberatung des oder die Onlineberatung des oder die Onlineberatung des oder die Onlineberatung WEISSEN RINGS beraten.

 

WEISSER RING e.V.

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All-IP Umstellung

Analoge Alarmanlagen nach der Abschaltung des klassischen Telefonnetzes

Die Tage von ISDN und analogem Telefonnetz sind gezählt. Das hat nicht nur Auswirkung auf die Telefonanlage in vielen Unternehmen, sondern auch auf bestehende Sicherheitssysteme. Welche Änderungen die IP-Umstellung mit sich bringt und was Sie als Unternehmer zu beachten haben, erfahren Sie hier.


2016 kündigte die Deutsche Telekom das Ende des klassischen Telefonnetzes in Deutschland an. Bis Ende 2018 sollen alle analogen Festnetz- und ISDN-Anschlüsse vom Netz genommen werden. Stattdessen setzt die Telekom auf ein IP-gestütztes Netz, das sogenannte „Next-Generation-Network“ (NGN). „IP-gestützt“ meint, dass beispielsweise Telefongespräche von nun an als Datenpakete über das Internet verschickt werden. Die Umstellung betrifft allerdings nicht nur die Telefonie, auch Datendienste und Standleitungen werden in das neue Netz überführt und nutzen damit von nun an eine gemeinsame Übertragungstechnik (All-IP).

Doch warum? Die Umstellung auf All-IP ist ein logischer Schritt. Das einheitliche IP-Netz erleichtert Betrieb, Support & Wartung und macht den Weg frei für neue Services und Technologien. Da viele der früheren Hersteller nicht mehr produzieren, wird es zudem immer schwieriger, Ersatzteile für das alte Telefonnetz zu bekommen. So ist es verständlich, dass nicht nur die Telekom auf All-IP umsteigt. Auch andere Anbieter wie o2, 1&1, Vodafone oder easybell schließen sich den Modernisierungsplänen an.

Der Wechsel auf All-IP ist im vollen Gange. Rund 70.000 Anschlüsse werden pro Woche auf den neuen Standard umgestellt. Neuanschlüsse sind bereits seit einigen Jahren nur noch IP-basiert. Alte Verträge kündigt die Telekom nach und nach und bietet ihren Kunden alternative Tarife für IP-Anschlüsse an. Angebot und Service für die bisherigen Dienste werden immer mehr zurückgefahren und nach einer Übergangszeit komplett eingestellt. Ein Großteil der alten Anschlüsse wurde bereits migriert. Insbesondere vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die einen Vertragswechsel bisher abgelehnt hatten, steht der Umstieg aber noch bevor. Bis auf wenige Ausnahmen wird der Wechsel bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Nach der Umstellung kommunizieren alle Telekommunikationsdienste, also Festnetz, Mobiltelefon und Internet, sowie alle damit verbundenen Dienste wie zum Beispiel Alarmanlagen in einer gemeinsamen Sprache. Das klingt erstmal gut und zukunftsweisend. Leider bedeutet die Einführung der neuen Technologie vor allem für gewerbliche Verbraucher erhöhte Investitionskosten. Von Analog-Fax über das EC-Kartenlesegerät bis hin zum Feuermelder – in vielen Unternehmen finden sich noch zahlreiche analoge und ISDN-basierte Systeme, die nach der Umstellung nicht mehr ohne Weiteres funktionieren.

Wenn noch nicht geschehen, wird es höchste Zeit, die Telekommunikationstechnik Ihres Unternehmens auf All-IP umzustellen. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die in Ihrer Firma verwendeten Systeme und deren Technologien. Denken Sie dabei nicht nur an Ihre Telefonanlage, auch Gegensprechanlagen, EC-Kartenlesegeräte, Alarmanlagen, Aufzugnotruf-Systeme usw. sollten geprüft werden. Nicht immer müssen die bestehenden Geräte ersetzt werden. Viele Systeme lassen sich mit IP-fähigen Karten nachrüsten oder über ein IP-Gateway ans Netz koppeln. Doch ist dies auch eine gute Gelegenheit, um die Telekommunikationsanlage Ihres Unternehmens auf den aktuellsten Stand zu bringen und somit für die Zukunft gewappnet zu sein.

Augenmerk auf Datensicherheit

IP-basierte Kommunikationsgeräte sind im Gegensatz zur proprietären ISDN-Technologie unmittelbar ins Netzwerk eingebunden. Sie sind daher anfälliger für klassische Cyberattacken. Achten Sie deshalb bei der Geräteauswahl vor allem auf die integrierten Funktionen zur Datensicherheit.

Je nach vorhandener Telekommunikationstechnik kann der Wechsel auf All-IP ein mehr oder weniger umfangreiches Projekt sein, das besondere Fachkenntnisse erfordert. Wenn Sie firmenintern nicht über das nötige Knowhow verfügen, sprechen Sie hierzu mit Ihrem Systemintegrator oder ziehen Sie den Hersteller des Systems zu Rate. Sie haben insbesondere Fragen zur IP-Fähigkeit Ihrer Alarmanlage oder Brandmeldeanlage? Gern überprüfen wir Ihre bestehende Sicherheitstechnik und stellen Ihnen bei Bedarf alternative Lösungen vor.

Durch den neuen IP-Standard wird insbesondere auch die Modernisierung klassischer Sicherheitsanlagen nötig. Die Umstellung der Netzinfrastruktur hat Auswirkung auf die Übertragung von Gefahrenmeldungen, also auf Brandmeldungen an die Feuerwehr, Überfall- und Einbruchmeldungen an Polizei und Sicherheitsunternehmen oder Störungsmeldungen an den Instandhalter. Um auch weiterhin verlässlich zu arbeiten, müssen bestehende Systeme nachgerüstet oder ersetzt werden. Ein weiteres Problem der IP-Technologie ist die fehlende Notstromversorgung. Da bei Stromausfall somit keine Daten übermittelt werden können, ist für Gefahrenmeldeanlagen das IP-Netz als alleiniger Übertragungsweg ungeeignet. Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. empfiehlt daher zur Absicherung die Einrichtung eines Ersatzweges über Funk (GPRS, UMTS oder LTE).

Haben Sie ein Schreiben der Telekom erhalten, dass Ihr Anschluss demnächst auf All-IP umgestellt wird? Informieren Sie sich rechtzeitig bei der Errichterfirma Ihrer Sicherheitsanlage, ob die eingesetzten Geräte dem neuen Standard entsprechen. Ziehen Sie als Alternative bzw. als Ergänzung auch ein funkgestütztes Sicherheitssystem in Erwägung. Weitere Informationen zu den Vorteilen funkbasierter Sicherheitstechnik erhalten Sie hier.

Gaunerzinken

Die geheimen Zeichen der Einbrecher

Haben Sie an Ihrem Briefkasten oder der Fassade Ihres Hauses schon einmal merkwürdige Zeichen entdeckt? Womöglich handelt es sich um harmlose Kritzeleien der Nachbarskinder. Es könnten sich aber auch sogenannte „Gaunerzinken“ hinter den Symbolen verbergen. Diese auf den ersten Blick unscheinbaren Markierungen nutzen Einbrecher und Bettler seit Jahrhunderten, um Objekte von Interesse für sich und andere zu kennzeichnen. Die Codes geben beispielsweise Auskunft darüber, ob sich ein Einbruch lohnt, wie viele Personen in Haushalt leben und ob ein Hund über das Anwesen wacht. Lesen Sie im Nachfolgenden, wie Sie die geheimen Zeichen an Ihrem Haus erkennen, was sie bedeuten und wie Sie sich vor einem Einbruch schützen können.


Die Geschichte der Gaunerzinken reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Damals ritzten auf der Durchreise befindliche Bettler und Diebe geheime Nachrichten in Fenster und Türen. Vorzugsweise an öffentlichen Orten wie Gasthäusern, Kneipen und Kirchen. Adressat dieser Botschaften waren nachfolgende Gauner. Sie wussten dadurch bei ihrer Ankunft, wo sich das Betteln oder Einbrechen lohnt. Die verwendeten Zinken bestanden aus simplen geometrischen Formen, die sich leicht in das Holz einritzen ließen, wie Dreiecke, Kreuze, Kreise oder gezackte Linien. Dabei hat jedes dieser Zeichen eine eigene Bedeutung.

Die Tradition der Gaunerzinken hat bis heute Bestand. Vor allem organisierte Banden verwenden die geheime Zeichensprache, um Komplizen Informationen über Häuser, ihre Bewohner und deren Besitz zu liefern. Statt die Botschaften einzuritzen, greifen Kriminelle heute gern auf Kreide und Filzstifte zurück. Mit ihnen markieren sie Briefkästen, Fassaden, Garagentore und Haustüren, aber auch Mülltonnen und Treppen.

Die Liste der Codes, hinter denen sich geheime Botschaften für Einbrecher verbergen, ist lang. Einige treten häufiger auf als andere. Wie beispielsweise das Kreuz, das signalisiert, dass es in diesem Haushalt „etwas zu holen“ gibt. Mehrere kleine Kreise zeigen an, dass in einem Haus wohlhabende Menschen leben. Umso mehr Kreise zusammenkommen, umso höher schätzt der Urheber der Nachricht die potenzielle Beute ein. Eine gezackte Linie schreckt hingegen viele Einbrecher ab – sie zeigt an „Vorsicht bissiger Hund“. Weitere Zeichen liefern Informationen wie „Alleinstehende Frau“, „Hier gibt es nichts zu holen“ oder „Die Polizei wird gerufen“. Auch für Wohnungen, in denen Polizisten wohnen, haben die Gauner einen eigenen Zinken. Eine Raute zeigt an, ob ein Haus unbewohnt ist. Drei Linien nebeneinander, dass hier bereits jemand zugeschlagen hat.

Einbrecher nutzen die Markierungen in Deutschland vergleichsweise selten. Wenn sie auftauchen, kann das im gesamten Bundesgebiet von Flensburg bis München sein. Gehäuft finden sie sich jedoch in der Nähe der Grenzen zu den osteuropäischen Ländern. Als Hochburg für Gaunerzinken galt lange Zeit Berlin. Hier hinterließen Banden nach Einbrüchen ihre Botschaften an Häusern und Wohnungen, bevor sie ihre Diebestour in anderen Städten fortsetzten. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass das Auftreten von Gaunerzinken nicht ortsabhängig, sondern eine Sache der Bande ist. Diese kann in Frankfurt ebenso wie Köln unterwegs sein und dort ihre Markierungen hinterlassen.

Einbrecher sind vielfach in Banden organisiert. Sie arbeiten mit System und haben eigene Kundschafter, die im Vorfeld Objekte beobachten, um herauszufinden, wo etwas zu holen ist. Ein häufiger Trick: Sie suchen gezielt nach Haushalten mit alten Menschen und geben sich als Handwerker aus. Unter dem Vorwand eine Reparatur durchzuführen, beobachten sie, ob, wo und wie viel Geld und Wertgegenstände im Haus zu finden sind. Mit diesem Wissen hinterlassen die Kriminellen draußen Hinweise für ihre Komplizen, die – je nach Gaunerzinken – in einer zweiten Tour in die ausgekundschafteten Häuser einsteigen.

Gaunerzinken sind meist schwer zu erkennen. Kein Wunder, haben Einbrecher doch wenig Interesse daran, dass Hausbewohner ihre Botschaften entdecken. Deshalb sind sie meist sehr klein und versteckt angebracht, beispielsweise weit unten am Türrahmen oder an der Seite der Mülltonne.

Haben Sie an Ihrem Haus einen Gaunerzinken entdeckt, sollten Sie handeln. Vermeiden Sie jedoch, das Symbol direkt wegzuwischen. Nehmen Sie stattdessen eine Kamera oder Ihr Smartphone und fotografieren Sie die Markierung. Handelt es sich um bekannte geheime Zeichen, die Gauner auf Diebestour hinterlassen, sollten Sie die Polizei informieren. Eventuell nehmen die Beamten den Gaunerzinken selbst in Augenschein. In jedem Fall geben Sie Ihnen jedoch Tipps, wie Sie sich am besten verhalten können. Erst danach ist es ratsam, den Hinweis zu entfernen.

Der Fund von Gaunerzinken sollte definitiv Anlass geben, die Sicherheit des Hauses zu überprüfen. Denn Einbrecher hinterlassen nur Markierungen, wenn ihnen der Einstieg nicht zu schwierig erscheint oder sich sehr wertvolle Gegenstände wie Kunst, Schmuck oder hohe Geldbeträge im Haus befinden. Insbesondere Fenster und Türen, aber auch eventuell vorhandene Sicherheitstechnik sollten auf den Prüfstand kommen, um das Sicherheitsniveau an die potenzielle Gefahr anzupassen. Häufig lässt sich schon mit einer geringen Investition der Schutz einer Immobilie um ein Vielfaches erhöhen.

Versicherung

Einbruch: Wann zahlt die Versicherung?

Was es zu beachten gilt, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden

Einbruch und Vandalismus sind für die Betroffenen immer ein Ärgernis, welches mit viel Stress verbunden ist – psychisch und organisatorisch. Das Letzte, was man in einer solchen Situation benötigt, ist eine Versicherung, die sich weigert, für den Schaden aufzukommen. Erfahren Sie hier, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Versicherungen bei einem Einbruch zahlen.


Ihre Hausrat- bzw. Inhaltsversicherungen umfasst für gewöhnlich auch einen Versicherungsschutz für Einbruchdiebstahl. Das garantiert jedoch nicht, dass Sie im Falle eines Einbruchs Anspruch auf Erstattung haben. Häufige Gründe für die Ablehnung eines Antrags sind:

Grob fahrlässiges Verhalten

In der Regel zahlen Versicherungen nur, wenn der Schaden nicht durch grob fahrlässiges Verhalten herbeigeführt wurde. Gekippte Fenster, offene Balkontüren oder nicht verriegelte Wohnungstüren sind ein häufiger Grund für abgelehnte Schadensmeldungen. Haben Sie Ihren Hausschlüssel verloren, aber versäumt, das Schloss auszuwechseln, kann dies ebenfalls zu Ihren Ungunsten ausgelegt werden. Viele Versicherungen bieten gegen Aufpreis die Option Fahrlässigkeit mitzuversichern. Um unnötige Streitigkeiten zu vermeiden, sollten Sie diese Möglichkeit durchaus in Betracht ziehen.

Einfache Diebstähle

Sogenannte “einfache Diebstähle” sind für gewöhnlich nicht versichert. Einfache Diebstähle sind alle Diebstähle, denen kein Einbruch vorausgegangen ist, also beispielsweise Diebstähle durch geöffnete Fenster oder Türen. Aber auch die widerrechtliche Aneignung fremden Eigentums am Arbeitsplatz oder aus Krankenzimmern gilt als einfacher Diebstahl. Doch auch hier gilt: Die meisten Versicherungen bieten Zusatzpolicen, um auch diesen Schadensfall abzudecken.

Fehlende Nachweise

Selbstverständlich zahlen Versicherungen nach einem Einbruch nur, wenn Sie nachweisen können, dass Sie die entwendeten Gegenstände auch tatsächlich besessen haben. Hier sind Fotografien und Originalrechnungen hilfreich.

Wertsachenliste

Erstellen Sie sich eine Liste, in der Sie Ihre Besitztümer von hohem Wert aufführen. Fotografieren Sie alle Gegenstände und bewahren Sie die Kaufbelege auf. So können Sie nach einem Einbruch glaubwürdig darlegen, was Ihnen entwendet wurde.

Fehlende Sicherheitsvorkehrungen

Ihr Hab und Gut sollte immer dem Wert entsprechend gut gesichert sein. So ist ein verrostetes Vorhängeschloss an Ihrem Kellerabteil im Mehrfamilienhaus ein schlechter Schutz für ein modernes High-End-Rennrad. Bei sehr hohen Versicherungssummen von mehreren hunderttausend Euro können Versicherungen sogar eine professionelle Absicherung beispielsweise durch eine Sicherheitsanlage fordern.

Lange Abwesenheit der Bewohner

Viele Hausratversicherungen fordern außerdem, dass die Wohnung bzw. das Haus “ständig” bewohnt ist, das heißt, eine Abwesenheit über mehrere Monate gefährdet den Versicherungsschutz.

Ein oft gehörter Rat, der aber häufig nicht befolgt wird: Studieren Sie in Ihren Policen immer auch das Kleingedruckte, um böse Überraschungen im Ernstfall zu vermeiden.